Bärlauchtour 2012 – Der Hund, der Knoblauch, der Berg, das Rad . . . und wir in Friaul

Tour am 25.03.2012Fotos Herwig, TomR

Es gibt viele, sehr viele Hundearten, -rassen und Gemischtes, aber sicher nicht viele, die Knoblauch, nein eigentlich den Duft von Knoblauch, wilden Knoblauch, nämlich auch Bärlauch genannt, mögen. Solche Hunde gibt es, wie gesagt nicht viele, aber vielleicht einige, doch einen Hund, der nicht nur Bärlauchduft, sondern obendrein noch Radler mag, diesen Hund wird man ganz selten finden.


Doch einen Hund, der alle diese Kriterien erfüllt, zudem noch manchmal folgt und selten bellt, dessen Fell zu Berge steht und dessen Herrl mit Glatze glänzt, den gibt’s nur einmal, er heißt JoJo und ist eine Sie und überhaupt nicht eingebildet.

Dieser seltene, nein einzigartige, obwohl optisch borstig und doch kuschelige Vierbeiner macht sich auf eine Biketour Richtung Friuli. Doch obwohl gut trainiert ist die Strecke trotz 4 Beinen zu weit von Villach entfernt also braucht man noch obendrein 4 Räder um zum Fuße unseres Zielberges zu kommen. Wie man sieht ist der Fahrer und Guide, der Peter, mit fragendem Blick ein wenig skeptisch. Doch den Hund den kann er nicht fragen, weil dessen Sprache spricht er nicht.
Sonst würd ihm der Hund nämlich sagen, und nicht nur die Zunge zeigen, dass ihm die lange Autofahrt eigentlich am oberen Teil der Hinterbeine vorbeigeht und er endlich seinen Vorteil, seine vier Pfoten zur Geltung bringen möchte.

Was ihn dabei stört ist einzig und alleine die Verbindung zum vermeintlichen aber in Wirklichkeit nicht richtigem Herrl, das richtige Herrl ist jedoch ein Fraul, nun gemeinhin die Verbindung die Leine, die mag er nicht.

Jetzt wo die Leine los ist und das vermeintliche Herrl weg ist kommt Stimmung auf. Die Stimmung geht Richtung Wellness, ein Bad, quasi Moorbad und das alleine, denn das Herrl und die restlichen Radler, für die ist dieses Becken doch zu klein. Ein wenig später, schon fast auf der Alm… Jetzt kommt schon, denkt sich JoJo, dauernd muss ich mich umdrehen, weil manche doch länger brauchen.

Oben angekommen wird dem Hunde aufgetischt, frisches Wasser und Brot, als ob auch am Berg Fastenzeit wär.

Die Radler brauchen auch Wasser, das sieht man an den roten Köpfen, auch wenn die Haare rot sind, obwohl, manchen steht ja schon ein Tropfen davon, nein hängt er doch von der Nase.

Der Hund hat genug von hinauf und will nun, wie die Radler auch, hinunter. Zuerst über Frühlingswiese, weil ohne Schnee und ohne grünes Gras, dann über Frühlingssteine durch den Wald.

Was nun folgt wundert den Hund sehr. Haben doch alle Räder einen Sattel für den jeweiligen Körperteil, doch was machen die Radler mit ihren Hinterteilen, Nicht auf den Sattel werden sie platziert, sondern wie man bei allen Bildern sieht, beim Tom, beim Herwig, beim Peter, bei Evi, beim Gernot, beim Walter bei der Beate und Evelyn, nein, hinter dem Sattel, als ob da noch einer wär, ein Sattel ein imaginärer für die jeweiligen ……. .

Schon komisch denkt sich der Hund ohne Sattel. Und beim vermeintlichen Herrl, da ist der Hintern hinten aber der Blick jagend nach vorn gerichtet, als obs um die Wurst, hundesprichwörtlich ginge.


Im Wald jedoch ist vieles anders und kaum etwas gleich. Der eine Radler, etwa Tom driftend locker, die Eva haut beinah der nächste Stein vom Hocker, der Herwig driftet auch doch blickt er finster, bis endlich dann die Sache kurvig wird.

Die meisten steigen jetzt vom Radl, das vermeindliche Herrl und der Tom nur fröhlich ihr Hinterradl an- und abheben, was Hunde auch so ähnlich machen, doch nicht bei Kurven, sondern eher bei Bäumen und Hausecken.

Der Hund, die JoJo schaut nun fragend hinterm Tom hervor, wo denn die anderen sind.


Sie sind schon unten, irgendwie weiter, geht doch das Schieben von Rädern wesentlich schneller als das An- und Abheben von Hinterrädern in steinigen engen Serpentinen. Der Hund macht sich darauf und auf die Intelligenz von Radlern einen Reim.

Dann kommt ein Abschnitt nur mit Steinen….

Dies ist kein Abschnitt für sanfte Pfoten und und müde Radlerinnen, deshalb wird ausgeblasen wie bei Evelyn, quasi Luft abgelassen, auch aus den Reifen. Ich, getauft Names Walter, kämpfte mich auch durch das Geröllfeld.

Was nun im nächsten Abschnitt folgt, deckt alle sonstigen Düfte und Radlerwinde zu, der Knoblauch nämlich ist jetzt da, der Wilde. Der Hund legt sich hinein, die anderen zücken ihre Plastiksackerln und sammeln für die Zeit nach der Radltour, fürs Risotto mit Bärlauch.

Jetzt genießt die Runde die rollenden letzten Kilometer mit Ausblick und macht ein Gemeinschaftsfoto.

Auch die Hauptdarstellerin, „unser“ Hund, die Jojo ist auf und im Bilde, weiß sie doch, dass alles gleich vorbei ist und wir bald alle am Startpunkt wieder ankommen werden.

Fotos