3 Biker also, die das Wetter verschreckt und mit dem Auto anreisen, machen sich auf in die Wildnis, bewaffnet mit Absperrband, guter Laune und nicht enden wollender Motivation. Sie wollen einen ersten Line-Entwurf legen. Einen symbolischen Spatenstich sozusagen. Dezember 2012.
Am Weg zum Treffpunkt überrascht für Grazer Verhältnisse das Wetter – es schneit – Anfang Dezember! Spätestens dieses Zeichen sollte uns zeigen, dass uns noch unbekannte und große Hürden bevor stehen werden. Doch zu diesem Zeitpunkt ist uns das egal. Wir wollen eine Line draften, die wir dann dem Grundstücksbesitzer präsentieren können…
Sie schlagen sich den Weg durch den dichten Schneefall und schaffen auf der breiten Forststraße die 200hm bis zu dem Wanderweg, der auch lt. Kartenmaterial die Grundstücksgrenze markiert und damit unser Einstiegspunkt für den Trail werden soll. Wir sind uns ziemlich sicher, dass wir richtig sind, wollen aber einen unrückbaren Beweis – Rene sucht einen Grenzstein – unter 10cm Neuschnee und Ästen. Es dauert keine Minute und er wird fündig. Der Rene kann das halt. Wir sind richtig.
Wir kämpfen uns durchs Gelände und sinken nicht selten, zuerst durch den Schnee und dann durch Äste und Holz, bis auf Anschlag ein. Im nachhinein ein Wunder, dass sich keiner der Expediteure verletzt hat.
Aber all die Gefahren, die die Expedition mit sich bringt, die immanente Verletzungsgefahr, die Unterkühlungsgefahr und die Gefahr sich zu Verirren sind in weite Ferne gerückt. Unsere Fantasie geht mit uns durch. Wir haben Absperrband, ein vom Schnee geglättetes Gelände und wir sehen nur noch mögliche Lines, Anleger, Sprünge und S-Kurven…
2 weitere Expediteure stoßen zu uns, eine mit 2 Beinen, eine mit 4. Die 2-beinige übernimmt sogleich die Fotodokumentation. Die 3 Unerschrockenen mit dem Absperrband hätten vor lauter Aufregung das Ereignis undokumentiert gelassen.
Nach Stunden kommen wir unten an: zufrieden, begeistert, ruhig, erfüllt, bereit für das, was noch kommen wird. Ein erster Line-Entwurf ist gelegt. Der erste Spatenstich ist quasi erledigt. Wir sinnieren über die Zukunft.












