„Super zach im Aufstieg…Dafür einer der flowigsten Touren seit langer, langer Zeit!!!“
„Hat mir voll getaugt, wollte gar nicht mehr aufhören!“
“ Ma, da is sooo schön“
„Superschneller Wiesentrail“
Wo waren die? Nur eine knappe Stunde von Villach weg, also quasi auf einen Hausberg startet die uns so begeisternde Tour. Insgesamt nahmen dann sieben Biker/-innen bei diese Tour teil, welche über die WhatsApp Gruppe „Radlager Tagestouren“ organisiert wurde.
Schon die Auffahrt über die überraschend moderat ansteigende Fortstrasse, die immer wieder Postkartenblicke auf den tiefblauen Weißensee freigibt, läßt uns vom Alltag runterkommen und schafft es beinahe auch bergauf das Flowgefühl zu wecken 😉
Schneller als gedacht erreichen wir eine bewirtschaftete Alm. Die letzte Hürde stellen allerdings Kühe und Pferde dar, die wir mit großem Respektabstand und einem leicht mulmigen Gefühl umradeln, um bei der sehr gut geführte Hütte schlußendlich Pause machen zu können. Brettljause, Kaiserschmarrn, Eierspeis…auch wer keinen Hunger hat, hier bekommt man Gusto beim Anblick der lecker angerichteten Brettln und Teller.
Der Aufbruch nach der Pause fällt daher ein wenig schwer, Herwigs Aussage „ab hier beginnt erst die Tour“, läßt uns ein wenig maulen, aber tapfer nehmen wir, die Räder geschultert den scheinbar senkrecht verlaufenden Wandeweg in Angriff. Auch hier sind wir schneller als erwartet am Sattel und von hier weg, den immer näher rückenden Gipfel im Blickfeld, auch bald an selbigen angelangt. Ganz überraschend, sieht der Weg doch nach stundenlangen Aufstieg aus. Die Aussicht und Ruhe der Berge wirkt fast medidativ, das Gewicht der Räder und Rucksäcke kaum spürbar.
Das Gefühl auf dem über 2000m hohen Gipfel zu stehen, rund herum nichts anderes als Berge und Ruhe, ist unbeschreibbar! Ein paar, fotografisch festgehaltenen Gipfelimpressionen, erinnern uns später noch an diesen Augenblick.
„Die Schotterabschnitte kann ich nicht fahren“
„Die Querung, das ist nicht so meins“
„Poah, da ists aber steil!“
Bedenken, die noch beim Aufstieg geäußert werden, stellen sich als unbegründet heraus. Die gesamte Gruppe nimmt die 400m Abfahrt vom Gipfel souverän, abschnittsweise begleitet von den dort sommerfrischelnden Schafen, um dann in den flowigen Waldabschnitt über zu wechseln. Nachdem wir ja zur Erholung hier sind und nicht um Geschwindigkeitsrekorde aufzustellen, nehmen wir uns die Zeit ein paar Pilze zu suchen. Mehr oder weniger erfolgreich starten wir den Rest der eeeewig langen Abfahrt durch den kühlen Wald, über sprichtwörtlich Stock und Stein, talabwärts. Zuerst erscheint der Weg noch so weit, wechselt von einer Bergseite zur nächsten, immer wieder kommt der See ins Blickfeld um plötzlich genau dort zu enden, am Ufer des türkisblauen Wassers.
Die Rückfahrt ab hier per Boot anzutreten verwerfen wir für’s Erste, hoch motiviert treten wir den Uferweg Richtung Startpunkt entlang. Leicht bergauf und bergab, aber immer entlang des Ufers bis uns ein Hinweis „nur für geübte Wanderer“ zum Stehen bleiben überredet. Alle, außer Daniel, der schon sein Rad geschultert, den felsigen Anstieg in Angriff nehmen möchte. Fast wirkt er ein bißchen enttäuscht, als wir uns doch mehrheitlich für die Rückfahrt ab hier mit dem Boot entscheiden. Trotzdem selbiges uns erst mit etwas Verspätung abholt, stellt sich die Fahrt als krönenden Abschluss dieser traumhaften Tour heraus!
Wir freuen uns schon auf die nächste Tour 🙂
Biker: Astrid, Betram, Christoph, Daniel, Herbert, Herwig, Lucas, Hündin JoJo
Text: Astrid
Fotos: Herwig
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