Das war unser ausgeschriebenes Singletrail Tiefenmeter Feuerwerk am Nassfeld. Viele Trails und Lifte, freundliche Menschen, wenig Zeit für Fotos und verdammt viel Spaß am Biken. Das ist die Kurzfassung für unseren gemeinsamen Tag in den Bergen am Nassfeld.
Wer
Bei dieser ausgeschrieben Radlager Tour am Nassfeld in Kärnten mit Herwig als Guide waren Mitglieder aus Villach, Klagenfurt und Graz dabei.
Gondel und Lifte
Mit dem Kauf einer Tageskarte für Nassfeld waren nicht nur alle Lifte inkludiert sondern auch die lange Sommerrodelbahn. Leider waren wir zu beschäftigt beim Ausprobieren vieler Trailvarianten und hatten keine Zeit für die abenteuerliche Sommerrodelbahn. Shit happens. Beim nächsten mal steht die Sommerrodelbahn am Programm.
Die Öffnungszeiten der Gondeln und Lifte sind unbedingt bei den Tourenplanungen zu berücksichtigen. In der Vorsaison ist nur ein Lift in Betrieb. Knapp vor der Hauptsaison fahren alle Lifte bis 16:00 und in der Hauptsaison bis 17:00.
Trailvarianten
Insgesamt schafften wir rund 3300 unterschiedliche Singletrail Tiefenmeter. Nur ca. 350 Höhenmeter haben wir mit eigener Kraft erklommen, zusätzlich zur Nutzung der Gondel- und Liftunterstützung.
Wir haben viele Varianten ausprobiert und es ergab sich ein sehr bunter Trailmix. Die markierten Mountainbiketouren waren einfach zu finden, nur bei einigen Abzweigern mussten wir manchmal genauer hinschauen. Insgesamt fanden wir am Nassfeld viele unterschiedliche Trailvarianten: von steinigen, steilen Trails bis hin zu super flowigen naturbelassenen Trails, inklusive einiger gebauten Anliegern. Die Aussicht und Bergkulisse mit Tiefblicken bis nach Italien und weit nach Kärnten, sowie die freundlichen Liftwarte und Hüttenwirte, erfreuten uns den ganzen Tag. Nieselregen zu Beginn und das wolkige Wetter erhöhten unseren sommerlichen Genussfaktor.
Schwierigkeit der Trails
Die Vielfalt der Trails lassen die Herzen von All-Mountain und Enduro-Piloten höher schlagen. Als Anfänger sollte man sich jedoch genau überlegen welche ausgewählten Trails man fährt. Die Schwierigkeitsskala bei den markierten Mountainbike Strecken (blau, rot, schwarz) spiegelt leider teilweise keine durchgehende Differenzierung der Schwierigkeitsklassen wieder.
Kurz gesagt: Oben flowig, sehr schnell und relativ langweilig, aber weiter unten fanden wir super spannende Trails mit riesigen Spaßfaktor. Dies ist damit zu begründen, daß alle Trails sehr naturbelassen sind und sich die Natur nur schwer in ein durchgehendes Korsett zwingen lässt.
Einziges klitzekleines wirkliches Mako sind die vielen kurzen Wasserstellen und Quellen auf den markierten Mountainbike Trails. Einige wurden provisorisch mit Brettern entschärft. Insgesamt besteht an vielen Stellen definitiv Verbesserungspotential mit Steinen oder Brettern trockene Überfahrmöglichkeiten zu gewährleisten.
Wir hatten insgesamt keine Probleme, da wir alle erfahrene Mountainbiker waren. Für uns stand der Spaß auf allen Trails im gesamten Nassfeld Gebiet an vorderster Stelle.
Hütteneinkehr
Die Vielfalt und Freundlichkeit sucht seinesgleichen. Wir kehren bei einigen Hütten ein. Das Highlight war sicherlich die kleine Hütte mitten im Wald bei unserer finalen Abfahrt. Feinste ursprüngliche Kulinarik, gepaart mit heimeliger Geselligkeit.
Schlussfolgerung und Empfehlung
Ein Mountainbike Besuch am Nassfeld zahlt sich so richtig als Tagesprogramm aus, sofern man eine gute Fahrtechnik mitbringt und im Vorfeld alle möglichen Trails und Abfahrten recherchiert hat. Obwohl wir uns Mühe gegeben hatten, sind wir trotzdem nicht alle möglichen Trailvarianten aus Zeitgründen gefahren. Da geht noch mehr beim nächsten Mal inklusive der lässigen Sommerrodelbahn 🙂
Text: Herwig Kamnig
Fotos: Herwig Kamnig
Guide: Herwig Kamnig
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