Fight for your Right – to trail…

Es ist Fakt, das mag vielen bekannt vorkommen und ist auch nicht als bahnbrechende Neuigkeit zu sehen, die Erkenntnis, dass man sich den einen oder anderen Trail bzw. den Genuss, ihn zu fahren, erkämpfen und Strapazen in Kauf nehmen muss. Ungewisses Neuland muss ebenso bezwungen werden, um ihn, diesen Trail, zu erreichen. Ab und zu die Frage im Kopf zu haben, warum man sich das antut. So oder so ähnlich war es am 01. Juli, als ich den seit 2016 geschaffenen, sicherlich schon breit bekannten Weissensee-Trail zu „genießen“ plante, als wesentlicher Teil eines Cross Triathlons…

Meine Vorbereitung

Letzten Herbst kündigte sich im Rahmen der „strategischen Planung“ meines Sportjahres 2017 die für mich dritte Teilnahme am Naturpark Cross Triathlon am Weissensee nach 2013 und 2014 an. Konkretisiert im März 2017 mit der „verbindlichen Meldung“ (wenn das Startgeld mal gezahlt ist, gibt es fast keine Ausreden mehr…) habe ich erst wenige Wochen vor dem Start mitbekommen, dass die für 2017 mehrfach geänderte Streckenführung als eines der Highlights der Bikestrecke die Abfahrt von der Naggler Alm über den neuen Trail vorsah. Cool…und mutig vom Veranstalter, dachte ich mir.

Aber der Reihe nach… dass Triathlon ein Multisportausdauerwettkampf ist (der deshalb auch in der DDR „Ausdauerdreikampf“ hieß) dürfte bekannt sein. Klassisch setzt sich das aus einer Schwimmstecke, einer Radstrecke und einer Laufstrecke zusammen, die drei Strecken werden unmittelbar ohne Unterbrechung mit Ausnahme der zur Wettkampfzeit zählenden „Umbauphasen“ („Wechselzonen“) absolviert. Längenmäßig gibt es hier alle möglichen Spielarten – während man bei den kurzen „Sprints“ oder „Volkstriathlons“ oft kaum eine Stunde unterwegs ist, können Königsdisziplinen wie der gerade stattgefundene Ironman Austria in Klagenfurt sogar gut trainierte Athleten über 10 Stunden beschäftigen.

Cross Triathlon hingegen ist eine sehr selten angebotene Variante, bei der sich die Bike- wie auch die Laufstrecke dadurch auszeichnen, sich mehrheitlich „im Gelände“ abzuspielen, also am Mountainbike und beim Trailrun, nachdem man dem kühlen Nass der Schwimmstrecke entkommen ist.

Mein Rennen

So konnte und durfte ich ich am 1. Juli um 14:14 Uhr „in den Weissensee stechen“, um knappe 13 Minuten später im Mittelfeld in die Wechselzone zu sprinten und das Bike zu holen. Danach ging es direkt auf die Radstrecke, für die zuerst eine schnelle, cross-country-lastige Schleife am See absolviert und dann der Uphill auf die Naggler Alm in Angriff genommen werden musste. Dabei bestand dieser Uphill aus einem gemütlichen – soweit das im Renntrimm möglich ist – Forststraßenanstieg mit wenigen Höhenmetern und dann dem Heartbreak Hill der Veranstaltung – 300hm in knapp 2km ohne Verschnaufen. Aber dann war es soweit: Der letzte Teil der Radstrecke stand bevor, der de facto nur mehr aus dem Weissensee Trail bestand und den krönenden Abschluss der Radstrecke bildete. Noch einmal möchte ich sagen, dass man muss den Veranstalter wirklich bewundern muss für den Mut, das zu wagen!

Der Trail wurde zwar entschärft, so dass die ganz „wilden“ bzw. dem Veranstalter und dem Triathlonverband zu kritisch erscheinenden Passagen im Pistendownhill in Falllinie umfahren wurden. Dennoch bot er ein herrliches – immer bedenkend: alles im Rahmen eines ernsthaften Wettkampfes! – und technisch doch spannendes und rasantes Ende der Radstrecke. So mancher „reine“ Triathlet, mit wenig bis keiner Mountainbike- bzw. Bergerfahrung, hat diesen Teil der Ausschreibung offenbar überlesen und einiges an „blood, sweat, tears …. and …. vua ollm Nerven“ am Hang gelassen.

Abschließend noch eine Laufrunde, gut 9km herrlicher Trailrun durch die Wälder, der Schlusssprint   am See entlang – und „schon“ war dieser Wettkampf überstanden.

Mein Fazit

Insgesamt eine schöne, gut organisierte Veranstaltung, die für mich sowohl Lust auf mehr (Crosstriathlons sind in Österreich leider ärgste Mangelware) als auch auf ein Wiederkommen macht, zum Trail genauso wie zum Wettkampf nächsten Juli. Wie oft hat man schon die Möglichkeit, seine körperlichen Grenzen am „Spielplatz der  Natur“, einem der schönsten Flecken dieser Welt, auszuloten?

Ein paar Links für Interessierte:

http://www.weissensee-naturpark.at/

http://www.weissensee.com/

http://www.weissensee-triathlon.at/

 

Fotos: aufgrund des Zeitdrucks während dieser „beschaulichen“ Fahrt, können keine Fotos vom Ort des Geschehens beigelegt werden. Am besten ist es daher, sich nächstes Jahr selbst ein Bild davon zu machen

Text: Uwe Sandrisser

Wettkämpfer: Uwe Sandrisser

Wettkampfvorbereitung: Uwe Sandrisser

Fotos kämen, wenn es welche gäbe, von: Uwe Sandrisser

Technische Umsetzung: Uwe Sandrisser

Einsendung Textvorschlag an Marketing Radlager: Uwe Sandrisser

Umsetzungsvorgaben an Marketing Radlager: Uwe Sandrisser

…nähere Infos und Details bei: Uwe Sandrisser

😉

Fotos