Tour am 29.07.2012Text HerwigFotos Herwig
Eine Level 4 Tour klingt anspruchsvoll und sie ist es auch. Nichts desto trotz stellen sich drei Mädels dieser Herausforderung. Für mich ist dies eine ganz besondere Ehre diese Tour in Kärnten guiden zu dürfen. Alle drei Mädels waren am Vortag beim Level 4 Fahrtechniktraining in Villach dabei und sind top fit.
Der Uphill zu dieser alpinen Tour startete klassisch mit einer „gemütlichen“ Forstrassenauffahrt. Aufgrund der brütenden Hitze machten wir auch gleich eine kleine Riegelpause. Nach ungefähr 500 Höhenmetern wurden die Bikes professionell geschultert und weitere 100 Höhenmeter auf einen Bergsattel getragen. An dieser Stelle zeigte sich bereits, dass die Mädels nichts aufhalten kann. Alle gewöhnten sich sehr rasch an die Tragetechnik und wir akzeptieren die schwüle Hitze in der Hoffnung nicht in ein Sommergewitter zu geraten.
Nach einer erholsamen kurzen Pause und Jause ging es nun gestärkt, die Bikes geschultert, den Berg weiter hinauf. In der Summe erwarteten uns gut 500 Tragehöhenmeter. Diese sind einfach unumgänglich um den Berggrat sowie dessen Gipfel zu erreichen.
Der stete Tropfen höhlt den Stein. Langsam näheren wir uns dem Berggrat. Zwischendurch waren immer wieder Schiebe- und sogar kurze Fahrpassagen. Die Mädels waren aber bereits so gewöhnt an das gemütliche Tragen der Bikes, dass sie einfach weitergetragen haben anstatt das Bike mal abzulegen. Kompliment!
Die letzen 500 Längenmeter und 100 Höhenmeter erstreckten sich am Grat des Berges. Abgelenkt von der unglaublichen Aussicht und dem Tiefblick Richtung Kärnten, Slovenien und Italien genossen wir den Aufstieg. Ursi kann es nicht erwarten den Gipfel zu erreichen und „rennt“ schon mal voraus. Ruth und Steffie bleiben in meiner Fotoreichweite.
Der Gipfel! Eindrucksvoll und einfach unglaublich. Die Jause und das Entspannen am Gipfel wurde nur etwas getrübt von dem Sommergewitter welches langsam auf uns zukam.
Als wir im Tal weit entfernt bereits Blitze sahen und das Donnergrollen hörten starteten wir den Downhill.
Nach dem flowigen Trail am Gipfel erwarteten uns gleich ein paar knackige Stellen. Volle Konzentration war gefordert aber auch der Spass auf diesem Trail kam nicht zu kurz.
Wir kamen auf einem weiteren Bergsattel. Ein Blick ins Tal und Richtung Westen zeigte uns, dass wir sicherlich nicht trocken ins Tal kommen werden. Das Gewitter war bereits zu nahe. Egal, wir sind ja nicht aus Zucker und bei den schwülen Temperaturen sollte ein wenig Regen eine „willkommene“ Erfrischung sein.
Mitten im Downhill erwischte uns schlussendlich der Regen und ich packte die Fotokamera sicher in den Rucksack. Der wurzelige Trail wurde nun etwas rutschiger und die Downhill Schiebepassagen länger. Irgendwann querte der Singletrail eine Forststrasse welche uns eine einfachere Abfahrt ermöglichte. Auf meine Frage, ob wir nun die einfache Abfahrt wählen sollten, bekam ich eine eindeutige Antwort: „Nein“. Und so geht es weiter auf nassen, wurzeligen Singletrails bergab. Die Mädels lieben anscheinend die Herausforderung!
Ungefähr 5 Minuten bevor wir die Autos erreichten, hörte der Regen auf. Was für eine Ironie. Auch wenn wir alle richtig zugegatscht und durchnässt waren, fühlten wir uns super. Der Stolz, diese Tour unter wirklich erschwerten Bedingungen geschafft zu haben, steht jedem ins Gesicht geschrieben.
Fotos
























































