Der gebrochene Vorbau – Soca Tal in Slovenien

Tour am 21.08.2010Text Birgit

Relativ spontan und zusammengewürfelt sind im Sommer 2010, Helga, Herwig, Ruppert, Wolfgang, Franz, Johannes und ich an die Soca zum Biken (Baden ist brrrrrrrrr dort viel zu kalt auch wenn wir’s am Bild nicht zugeben) gefahren.

Ich hab eigentlich bis auf Helga und Franz noch niemand der Leutchens gekannt sondern hab mich zufällig auf einem Emailverteiler wiedergefunden der dann schlussendlich nach Kobarid ins Appartement Sonce (was so viel heisst wie Sonne), weiter auf den schöne Gipfel u.a. am Matajur und GANZ WICHTIG auf flowigen bis technischen Trails wieder herunter geführt hat. Die meisten von uns sind am Freitag aus Graz angereist – nur Herwig ist am Samstag spontan aus Villach gekommen. Die Spontanität hat sich in geringer Reisevorbereitung und vollkommener Desorientierung auf den Strassen Nordsloweniens niedergeschlagen. So ist unser lieberer Herwig nach vier!!! Stunden Autofahrt von Villach ins Socatal, inklusive kleinem Abstecher über den Triglav irgendwo in einer der Kehren bergauf zu uns aus dem Auto und aufs Radl gestiegen und hat uns am Rest der Tour begleitet. Wer meint, dass damit das Gruppenchaos ein Ende gefunden hätte der täuscht:


Ich darf nun diesen Artikel schreiben, da ich so ein bisschen der Trouble Spot des Soca Abenteuers war. Mein Vorbau ist gebrochen, ich hab meinen Köpfler glücklicherweise nur in den weichen Waldboden, nicht in die Abschüssigkeit der engen und technischen Kehren, die später gefolgt sind, gemacht.


Wir suchten eine M5 Schraube mit ausreichender Länge, welche von einem anderen Bike zu entbehren ist. Das war wirklich eine verzwickte Situation. Gar nicht so einfach dieses Problem zu lösen. Nach erfolgreicher technischer Hilfe aller Anwesenden und Materialspende einer Schraube aus Rupperts Kettenspanner konnte ich dann zumindest den nicht gar so technischen Teil weiterfahren und für die schwierigen Sachen hab ich mir Franz LaPierre gekrallt. Die Kehren in der weiteren Abfahrt waren ein echtes Schmankerl, und heute noch täte es mir leid, hätt ich sie nicht fahren können.


Herwig ist dann wieder nach Hause gefahren und daher gings für mich am nächsten Tag auf Herwigs Giant VT weiter (es gibt leider keine weiteren Bilder von den Touren), welches er mir dagelassen hat. Gefahren sind wir noch auf den Matajur der wahrscheinlich den meisten Bikern ein Begriff ist. All jene die ihn noch nicht kennen sollten sich schleunigst dorthin bewegen. Nach einem kurzen technischen Anfang swinged man sich über mindestens 1500 hm auf flowigen Leckerbissen zu Tale. Wer ein paar Gegenanstiege nicht scheut kriegt sogar noch mehr.


Ach ja die Gegend, die Ausblicke und insbesondere die Abfahrten sind wirklich ein Erlebnis aber verdient haben wir sie uns schon auch. Wenn’s in der Gegend heiss ist, brennt die Sonne wirklich erbarmungslos auf einen herab. Heiss war’s und wer es nicht glaubt sollte sich folgendes Bild anschaun.

Fotos