Mein erster 3000er mit dem Mountainbike

Im Jahr 2013 durfte ich mit Freunden eine traumhafte Biketour auf über 3000 Meter in Osttirol machen. Dieser völlig verrückte Berg bietet einmalige invertierte Schwierigkeitsgrade. Auf über 3000 Meter Flowfaktor auf Du und Du mit dem Großglockner und im unteren Bereich technische Schmanckerln bis zum Abwinken. Einfach traumhaft und einmalig! Dieser Berg sucht seinesgleichen in den Alpen.

Tag 1

Die Planung für diese Tour war perfekt. Meine Wenigkeit konnte zu dieser Tour leider nur mit Stunden Verspätung anreisen. Martin, Michi und Horst strampelten bereits schweißtreibende Höhenmeter. Mein Plan war es alleine diese Höhenmeter zurückzulegen für ein gemeinsames Hüttenfeeling und gemeinsamen Aufstieg zum Gipfel am zweiten Tag. Es kam alles anders. Wunder geschehen wie auch diesmal.

Um die Zeit aufzuholen bin ich mit dem Auto ca. 500hm den Berg hochgefahren und erwischte den aller letzten Parkplatz. Ich strampelte alleine nur ca. 10 Minuten auf der Forststraße und wurde dann von einem Auto überholt. Ein Mann stieg aus. Mein erster Gedanke: „Es ist der Waldbesitzer und möchte mich zur Rechenschaft ziehen weil Mountainbiken in Österreich nicht erlaubt ist“. Falsch gedacht: Nach einer freundlichen Unterhaltung bot mir der Mann seine Hilfe an die anstehenden Höhenmeter energiesparend zu überwinden. Mein Bike wurde mittels Seil am Auto befestigt und los ging es. Auf meinen Angstfaktor möchte ich nicht eingehen bei rund 300hm Speed Uphill mit Regenrinnen … sprich …Bremsen und Beschleunigung. Es war Hammer geil und aufregend! Danke an den namenlosen Retter!

Aufgrund dieser abenteuerlichen Shuttlehilfe holte ich meine Freunde beim Uphill noch weit vor der Hütte ein. Die völlig verdutzen Gesichter werde eich nie mehr vergessen. Gemeinsam erreichten wir nach einer langen Bike-Tragepassage die Hütte auf 2700m und Blödlerein mit dem Bären bescherten uns viele Lacher. Sonnenuntergang und Sternenhimmel versüßten uns das Ende diese Tages.

Tag 2

Bereits in den frühen Morgenstunden setzten wir unsere Tour zum Gipfel fort. Raus aus der Hütte, Bike schultern und los ging es für die nächsten 600 Höhenmeter. Der plötzlich einsetzende massive Wind machte den Aufsieg nicht einfach. Gipfelfotos blieben aufgrund der klirrenden Kälte des Windes aus und wir schauten, daß wir wieder Tiefenmeter machten.

Die Abfahrt war mehr als außergewöhnlich. Die Fotos sprechen Bände. Noch Fragen ?

Text: Herwig
Fotos: Herwig, Martin, Horst
Biker: Herwig, Martin, Horst, Michi