Tour am 27.05.2012Text Tom R.Fotos Herwig, Daniel W.
B[h]iking?! Diese neueste Trendsportart ist eine Mischung aus Biking und Hiking. Der Begründer dieser erquickend, sportlichen Betätigung kann nicht genau benannt werden, jedoch sollen die Anfänge dieser wundersamen Sportart bereits in die Anfänge des Mountainbike Sports zurückreichen. Die Anzahl derer die dieser, abseits des Mainstream angesiedelten, Freizeitbetätigung fröhnen steigt aber auch in den letzten Jahren überhaupt gar nicht rapide an. Am 27. Mai, 2012 wurde jedoch eine äußerst seltene Sichtung einer Gruppe B[h]iker, bestehend aus vier Leuten und einem Hund, im Grazer Bergland seitens der dortigen Behörden bestätigt, wobei folgende Tatsachen berichtet werden konnten.
Obwohl das Wetter etwas feucht und der Tag schon einigermaßen fortgeschritten war, wurden die ersten 500 hm des Uphills recht flott und bikend zurückgelegt.
Nach einer kurzen Rast und Wegerkundigungen bei „straighten Hikern“ und deren, oftmals zum Ausdruck gebrachten, Verwunderung: „Wos wollts denn mit die Radln do heroben? Do kaun ma jo ned foan!“, ging es weitere 500 hm steil bergauf in Richtung Gipfel. Das Bike wurde zu diesem Zweck fachmännisch geschultert und der Hike, wurde trotz erstaunter Blicke und lustigen Kommentaren seitens unserer „auf zwei Beine beschränkten“ Mitwanderern, unbeirrt und zielstrebig fortgesetzt.
Vor dem finalen Gipfelsturm benötigte die, schon etwas von den Strapazen gezeichnete, B[h]ike Gruppe allerdings noch einen kleinen Powerschub, in Form von Gulaschsuppe und Radler, abgeholt bei einer Adlerhorst ähnlichen, aus allen Nähten platzender Berghütte, die auch Wanderalians mit Bikes eine Herberge bot.
Der weitere Aufstieg zehrte nochmals ordentlich an den Kräften, jedoch war jeden beim ersten Anblick des Gipfelkreuzes das ambivalente Gefühl der Vorfreude und der Skepsis (wie werd ma denn da wieder runterkommen) ins Gesicht geschrieben.
Aber selbstverständlich musste vor dem Downhill auch noch ausreichend Zeit für das obligate „Gipfelposing“, den ins Tal-weit-Pinkel-Wettbewerb und einiger Materialtests (wie gut hält ein Reifen auf rutschigen Fels), reserviert werden. Unmittelbar danach begann dann aber die eigentliche Challenge die gleichbedeutend mit dem Grund des Aufstiegs inklusive Bike war: Der Downhill!
Der erste Teil der Abfahrt gestaltete sich sehr verblockt und technisch anspruchsvoll. Die richtige Linienwahl war eine Mischung aus: „keine Ahnung wo es hingeht“ und „Trailtechnik“ and „lots of Errors“, weshalb der Spaß- und Konzentrationsfaktor gleichermaßen sehr hoch war.
Der zweite Downhill Teil, der beim Aufstieg von allen Beteiligten als unfahrbar, zwecks Geländer an der Seite und der Gefahr mit dem breiten Lenker einzufädeln, eingestuft wurde, entwickelte sich jedoch zu einem sehr spaßigen Stufenmarathon, der in Länge und Qualität seines Gleichen suchen dürfte.
Der dritte und letzte Teil der Abfahrt war ein sehr Flowiger Speed Trail der aber immer wieder Überraschungen parat hielt. So kam es auch das sich ausgerechnet in diesem Abschnitt die einzige gröbere Prezn ereignete, bei der aber, Astwerk sei Dank, außer einer „Ich lieg hilflos am Rücken wie ein Maikäfer wenn es blitzt – Bitte holt mich hier raus“ Situation nix weiteres passiert ist.
Alles in allem muss man diesen B[h]ike – Ausflug die Note SAU GEIL verleihen und anführen, dass diese Bewertung auch von begeisterten Wanderern geteilt wird, wie das abschließende Zitat zeigt:
Wanderer: Wollts mit die Radln do wieda owa foan a?
Wir: Das ist der Plan.
Wanderer: Des is owa gscheit geil!
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