Inversionswetter am Westgrad – Gailtaler Alpen

Tour am 15.10.2010Text HerwigFotos Herwig, Peter

Ich habe mal gehört, wenn man im Herbst eine weiße Wolkendecke über sich sieht, gibt es nur eine logische Konsequenz. Schnell das Bikegewand anziehen und auf den nächsten hohen Berg treten. Und schon sieht man angeblich über sich strahlend blauen Himmel inklusive Sonne und eine wunderschöne Inversionswetterlage unter sich. Weil Peter und ich, heute eine weiße Wolkendecke sehen, halten wir uns an diese für uns logische Hausregel.



Tatsächlich. Nachdem wir die Nebelbank hinter uns gelassen haben, erstreckt sich ein malerisch, schönes Panorama um uns herum. Das Treten bis auf den Gipfel ist ein wahrer Hochgenuss, während wir die wärmenden Sonnenstrahlen und die Aussicht genießen.

Am Gipfel angekommen, muss sich Peter kurz niedersetzten. Nicht aus Erschöpfung sondern weil er ein wenig unter Höhenangst leidet und der Gipfel doch etwas ausgesetzt ist. Dies erlebe ich bei ihm jedoch nicht zu ersten Mal. Es ist für mich immer wieder faszinierend, dass seine Höhenangst ihn nicht von seiner großen Leidenschaft, dem Mountainbiken, abhalten kann.

Neben ein paar freundlichen Wanderern treffen wir auf einige sehr zutrauliche und neugierige, oder doch nur hungrige, Bergdohlen. Einige warten am Boden und wieder andere Bergdohlen umkreisen uns in der Luft. Wenn ich ein Stück meines Riegels in die Luft werfe, ändern die Vögel sofort den Kurs und stürzen sich unerbittlich im Sturzflug dem Stück Riegel hinterher. Die Dohlen sind immer schneller wie ihre Beute, welche mittels der Schwerkraft zu fliehen versucht. Ich bin vollkommen faziniert von diesem Spektakel.

Nach der sehr genussvollen Pause starten wir den Downhill. Heute haben wir wirklich das Glück der Tüchtigen, denn genau auf jener Bergseite, wo sich unser Downhill erstreckt, beginnt die Wolkendecke aufzureißen. Das bedeutet im Klartext für uns, Sonnenschein während des gesamten Downhills bis ins Tal! Einfach ein Traum.

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