Tour am 01.08.2010Text HerwigFotos Herwig, Franz
Irgendwie über drei Ecken findet sich heute eine neue Mountainbikerunde in Graz zusammen, Flo M. und Helga sind das erste Mal mit von der Partie. Johannes und ich kennen uns bereits. Alles in die Autos gepackt und los geht´s zu einem Abenteuer in das Hochschwabgebiet in unbekanntes Terrain.
Am Fuße des Berges finden wir in einem verschlafenen Dorf einen Parkplatz. Wir überprüfen das Material und die Wasservorräte und pedalieren los. Die Navigation übernimmt Flo mit einer GPS Karte, natürlich haben alle anderen ihren Senf dazu gegeben. Als wir das erste Mal nach dem Weg fragen wollen, ist das gar nicht so einfach. Der einzige Bauernhof weit und breit wird von zwei süßen aber lautstarken Hunden bewacht, was jeden Kontakt unmöglich machte. Wie auch immer, einige Leerhöhenmeter gehören einfach dazu wenn man einen neuen Trail sucht. Die Auffahrt auf einer Forststrasse endlich gefunden sehen wir bereits unseren Downhilltrail, der immer wieder die Auffahrt quert. Dadurch bekommen wir bereits einen Einblick auf den super technischen Singletrail der unsere Herzen höher schlagen lässt.
Aber zuerst müssen wir den Gipfel erreichen und das in unglaublich brütenden Hitze. Nach einigen pedalierten hundert Höhenmetern schultern wir die Bikes und bewegen uns auf einem schmalen, steilen Trail, der auch unser späterer Downhill sein wird, dem Gipfel entgegen. Die Schlüsselstellen sind rasch erkannt und werden sofort besprochen. Und weil es plötzlich so schön ist, muss noch eine kurze Pause in der Sonne sein bevor wir den Gipfel erklimmen.
Schließlich erreichen wir nach 500 Tagehöhenmetern endlich den Gipfel. Ein traumhaftes Panorama erstreckt sich in alle Himmelsrichtungen. Direkt unter unseren Füßen befindet sich eine flauschige Wiese. Wir genießen die Stimmung und unsere Jause.
Nach den üblichen Poserfotos am Gipfel, stützen wir uns in den Downhill. Anfangs erwartet uns ein flowiger Wiesentrail welcher sich ganz plötzlich in einen steilen, felsigen Serpentinenweg verwandelt. Jetzt kann der Spaß beginnen.
Mit der richtigen Fahrtechnik ist doch tatsächlich der ganze Weg bis auf zwei Schlüsselstellen fahrbar. Vor lauter Fotografieren und Filmen in der prallen Sonne gehen einigen von uns die Wasservorräte aus als wir uns noch mitten am Berg befinden. Aber wie in einer guten Bikergruppe üblich wird geteilt was da ist. Der Trail zieht sich noch ewig bis ins Tal. Das Schlechte dabei ist, dass es noch ein langer Weg ist und wir fast nichts mehr zu trinken haben. Aber das Gute daran ist, dass es noch ein langer Singletrail ist, was wir einfach lieben.
Glücklicherweise kommen wir fünf Minuten von unserem Autoparkplatz entfernt aus dem Wald und der Gastgarten mit einem kühlen Getränk befindet sich Sekunden neben dem Autoparkplatz! Einfach ein gelungener Abschluss eines wunderschönen Tages mit neu entstandenen Freundschaften!
Fotos



























