Tour am 08.06.2013Text HerwigFotos Mihi, Herwig
Eine gründliche Planung für neue Berggipfel ist die halbe Miete. Wetterumschwünge sowie menschliche Fehlerfaktoren sind schwer vorauszusehen. Der Plan war, dass der zweibeinige Mihi, die vierbeinige JoJo und meine zweibeinige Wenigkeit einen uns unbekannten Gipfel, mit Ausblick auf den Weißensee, mit Bikebergsteigentechnik erklimmen und dann die Trails biken. Soviel zur Theorie…
Shit happens bzw miese Überraschungen passieren… und wenn, dann gleich mehrmals wie sich im Laufe dieser Tour herausgestellt hat !
Nachdem ich bis nach Mitternacht Tags (Nacht) zuvor am Bike geschraubt sowie mir eine super feine Jause gerichtet habe, bin ich am Fuße des Berges drauf gekommen, dass ich meine gesamte Jause gut gekühlt im Kühlschrank weit entfernt liegen gelassen habe. Ohne Jause geht die Tour gar nicht. Alternativpläne:
Plan 1: Mihi teilt seine spärliche Jause mit mir.
Plan 2: Wir essen Mitte Tour auf der „üblicherweise“ bewirtschafteten Hütte.
Wir starten die Tour! 600hm Uphill auf Forststrasse bis zur „bewirtschafteten“ Hütte. Vor der Hütte genießt JoJo genüsslich ihr Bad und kühlt sich ab.
Mihi und ich kehren bei der Hütte ein. Wir sind nicht alleine doch trotzdem ist die Hütte nicht für Besucher geöffnet. Uns wird erklärt, dass alle Anwesenden den Vieauftrieb vorbereiten und keine „Gäste“ sind. Unglaublich aber war, bekommen Mihi und ich höchstpersönlich vom Hüttenwirten eine extrem üppige und unglaublich schmackhafte Jause…ausnahmsweise!
Da mir der Speck und der Käse sehr gut geschmeckt haben, fragte ich ob ich für zu Hause eine Scheibe kaufen kann. Die Antwort des Wirten lautet: „Wir verkaufen nichts für Gäste, aber da wir nicht geöffnet haben bekommst du Speck, Käse und Brot zum mitnehmen.“ Juhu!!! … Das Delikatessenpaket wiegt einen gefühlten Kilogramm. Ich packe alles ein um es mit Genuss den Berg weiter hochzutragen. Mihi ist bestens amüsiert!
Nachdem wir unsere vollen „Speck“-Bäuche weiter Richtung Berggipfel bewegt haben, verdauen wir kurz auf einer Alm.
Unser Zielgipfel rückt aufgrund der Schneeverhältnisse in weite Ferne. Nach einer kurzen Besprechung wechseln wir unser Ziel auf den Nebengipfel.
Dieser ist nur ein paar Höhenmeter niedriger als der eigentliche Zielgipfel, jedoch müssen wir querfeldein direkt auf den Gipfel aufsteigen. Huiii, das war ziemlich steil!
Nach unzähligen Bike-Trage-Höhenmetern erreichen wir unseren Gipfel.
Aussicht super. Stimmung super. Kraft solala. Wetter fragwürdig. Gewitter im Tal. Vereinzelte Regentrpofen am Berg. Wie wird der Downhill?
Steil ist die Antwort !
Weiter unten wird es etwas flowiger auf den frisch gewässerten Wurzeln….
… bis wir den Trail verlieren. Aufgrund von Waldarbeiten hat sich einiges verändert. Der Trail geht doch tatsächlich hinter diesem riesen Haufen weiter. Gottseidank finden wir den Einstieg und weiter geht es…
… mehr oder weniger schiebend für unzählige Höhenmeter durch die Forstarbeiten. Ohne Schienbeinschützer werden meine Beine ständig zerkratzt beim Durchqueren des Baum-Schlachtfeldes.
Irgendwann können wir endlich wieder den Downhill genießen und die Bikes laufen lassen.
Unterwegs findet Mihi, der Naturkundler, doch tatsächlich eine ihm unbekannte Blume. JoJo bedarf eines Bades um ihren tarnenden Kuhexkrementduft loszuwerden… also ich habe sie gebadet… ihr war das ja egal.
Gesund wieder bei den Autos angekommen, packen wir alles ein und fahren los. Nach 5 Minuten kommen wir in einen Wolkenbruch wie ihn die Welt noch nicht gesehen hat. Hagel und Regenschauer wechseln sich ab. Huiii, Schwein gehabt und gerade noch rechtzeitig vom Berg gekommen. Also ein Happy End 🙂
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