Tour am 13.07.2011Text HerwigFotos Herwig, Mihi
Mihi hat mir schon so viel über diesen kleinen aber steilen und technisch schwierigen Gipfel erzählt. Endlich ist es soweit und Mihi nimmt mich mit auf diese Tour.
Das Bergauftreten ist diesmal besonders anstrengend weil die Sonne unbarmherzig auf uns herunterbrennt. Die steile Schotterstraße, welche ich schon von anderen Touren als Ausgangspunkt kenne, trägt nicht minder zu den Strapazen bei. Nach ausreichend getretenen Höhenmetern erreichen wir eine bewirtschaftete Hütte. Wasser auftanken, Bike schultern und los geht es mit den verwunderten Blicken der Hüttengäste im Nacken…
Wir tragen die Bikes nun unseren heutigen „Downhilltrail“ hinauf. Mihi kennt diesen Trail ja schon, aber mir stellt es alle Haare auf, bei dem Gedanken was nun zu fahren ist und was nicht. Unglaublich viele schwierige Stellen in extrem steilen Gelände! Ich denke da sind auch einige S5 Stellen dabei. Während des Tragens plappert Mihi so vor sich hin. Seine Geschichte, wo sich ein Freund von ihm die Hand gebrochen hat bei dieser Tour hat mich auch nicht wirklich motiviert.
Endlich am Gipfel mit traumhafter Aussicht auf Villach und Umgebung !!!
Wir sehen unzählige Schwalbenschanz Schmetterlinge am Gipfel. Ständig zwischen Jause und einem guten Schnappschuss mit der Kamera hin- und hergerissen, schaffe ich es nach einer recht langen Jagd ein Foto von einem Schwalbenschwanz beim Abflug zu knipsen und trotzdem satt zu werden.
Der Downhill beginnt und wird auch gleich von einer Poser-Fotosession unterbrochen. Diesen Baumstamm mit dieser Kulisse müssen wir einfach probieren zu biken. Rechts vom Baum kippen bedeutet eine laaange Flugbahn mit eventuellen Ende auf einem spitzen Baumstumpf. Deshalb entscheide ich mich für einen Abgang auf die linke Seite.
Der Poser-Spass ist vorbei. Jetzt beginnt ein neuer Spass. Bremsen dosieren, Gleichgewicht finden und die richtige Portion Mut und Vernunft einteilen. Es ist unglaublich, unglaublich steil und die zusätzlichen Spitzkehren, Wurzeln und Felsen machen es nicht einfacher! Mihi und ich kämpfen uns den Steig bergab. Für mich ist das der schwierigste Trail den ich bis jetzt gefahren bin bzw. zu fahren versucht habe. Immerhin sind da viele Stellen die ich sicher mein ganzes Leben nicht fahren werde, egal wieviel ich üben werde. So verrückt werde ich niemals sein.
Mihi geht es nicht anders. Seine Worte: „Ein- zweimal im Jahr ist das ok, weil der Trail ja vor meiner Haustüre liegt.“
Ohne schweren Sturz kommen wir wieder gesund bei der bewirtschafteten Hütte an. Schon wieder streifen uns die Blicke der verwunderten Hüttengäste, auch aus dem Grund da der Schlussteil des Steiges für die Hüttengäste einsehbar ist. Nette, freundliche Unterhaltungen mit den neugierigen Hüttengästen folgen. Der Einstieg zum weiteren Downhill ist mitten im Gastgarten der Hütte. Und dieser Trail ist nicht minder schwierig aber durchgehend machbar. Mihi kennt seine Hausstrecke wie seine Westentasche und ich versuche ihm am Hinterrad zu kleben. Ab jetzt ist es richtig herausfordender Spass und wir nehmen uns nicht die Zeit zum Fotos machen und genießen den Trail!
Fotos

















